Bildungsziele

Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

Emotionale Entwicklung und soziales Lernen vollzieht sich auf zwei Ebenen:

Die Entwicklung der Persönlichkeit und der personalen Kompetenz

Kinder werden sich ihrer Gefühle bewusst und werden von uns begleitet in dem Prozess, Gefühle auszudrücken und zuzulassen. Dies heißt, Gefühle regulieren zu lernen und mit starken Gefühlen wie Wut und Zorn sowie mit negativen Gefühlen und Stresssituationen umgehen zu lernen.

Das soziale Lernen und die interpersonale Kompetenz

Die Beziehungen zwischen Kindern sind Beziehungen unter Gleichen. Hierdurch erfahren Kinder Wichtiges über sich selbst und andere. Sie erwerbenErfahrungen über das Aushandeln von Regeln, die Achtung persönlicher Bedürfnisse und Grenzen, den Ausdruck starker Gefühle und den Umgang mit Konflikten. Sie lernen, anderen das gleiche Recht zuzugestehen wie sich selber, Rücksicht zu nehmen und sie erkennen, was es bedeutet, Freundschaft zu schließen. Durch die tägliche Auseinandersetzung mit anderen Kindern und den Erwachsenen erwerben die Kinder sozialeKompetenz.

Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und Freude am Lernen

In den ersten Lebensjahren entwickeln sich kognitive Fähigkeiten der Kinder. Sie machen Erfahrungen auf der Grundlage ihrer sinnlichen Wahrnehmungen und bilden und ordnen daraus mittels der Sprache, durch Handeln, durch Begreifen ihr Bild von der Welt. Dies geschieht im Spiel und bei allen Formen handelnder Auseinandersetzung mit Menschen und Dingen.

Wichtig ist, dass die Eigenaktivität der Kinder gefördert und unterstützt wird und die Gestaltung des Lernprozesses offen verläuft, ohne Zeitdruck, in einem vom Kind bestimmten Lernrhythmus. Die Vorbereitung der Kinder auf lebenslanges Lernen ist notwendig. Unsere Aufgabe ist, die Lernwelt im Kindergarten für alle Kinder herausfordernd, spannend und attraktiv zu gestalten, damit die Lust und Freude am Lernen erhalten bleibt.

Die methodisch-didaktische Herausforderung besteht darin, strukturierte Lernangebote am Entwicklungsstand der Kinder zu orientieren, an ihrer jeweiligen Konzentrationsspanne, ihrem Bewegungsbedürfnis und -inhaltlich- an den Fragen und Interessen der Kinder. Das bedeutet für unseren Kindergarten, Kinder altersgemäß bei der Themenauswahl und bei der Festlegung der Arbeitsschritte zu beteiligen.

Körper – Bewegung – Gesundheit

Bewegung hat im Zusammenspiel mit der Wahrnehmung eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung. Kinder brauchen vielfältige Bewegungserfahrungen als Anreize für die körperliche und geistige Entwicklung.

Der Außenbereich mit seinen Fahrzeugen und Spielgeräten bietet den Kindern Möglichkeiten zur Erfahrung mit dem eigenen Körper und zur Differenzierung der Wahrnehmung. Ziel des Angebotes ist, eine Vielfalt an sensorischen Erfahrungen zu ermöglichen und das Körperbewusstsein positiv zu stärken. Durch die Nutzung und das Ausprobieren der Geräte im Bewegungsraum und in der Turnhalle werden die Koordinationsfähigkeit und die Grob- und Feinmotorik phantasievoll und selbständig erprobt.
Die notwendigen Entspannungsphasen werden u.a. durch Phantasiereisen, und „Stille Übungen“ in unserem eigenen Snoezlenraum ermöglicht.
Durch Waldbesuche oder Spaziergänge in der näheren Umgebung werden den Kindern unterschiedliche Bewegungserfahrungen auch außerhalb unseres Kindergartens geboten.

Förderung von Bewegung und Gesundheit bedeutet auch eine Orientierungshilfe in Ernährungsfragen. Wenn gesundes Essen ansprechend angeboten und gemeinsam zubereitet wird, werden Körper und Sinne erreicht und Ernährungsgewohnheiten positiv beeinflusst. Es werden Absprachen mit den Eltern bezüglich mitgebrachter Verpflegung der Kinder getroffen. Gesunde Ernährung macht uns stark!
Auch biblische Geschichten eröffnen viele Möglichkeiten, sich selber mit Körper und Seele auszuprobieren, sich zu spüren, sich in einen anderen Menschen einzufühlen und Verhalten nachzuahmen.

Sprache und Sprechen

Das Kind verfügt nach der Geburt nicht über eine ausgebildete Sprache, auch wenn es von Beginn an auf Sprache hört. Es erwirbt seine nicht zufällig so genannte Muttersprache im Kontakt und durch Kommunikation mit seinen ersten Bezugspersonen.

Die Sprache ist ein Werkzeug für die intellektuelle Entwicklung, für die Begriffsbildung, für den Ausdruck der Gefühle, für die Bearbeitung von Eindrücken und Erlebnissen und für die Kommunikation. Die Sprache ist ein wichtiger Teil der Identität und eng verbunden mit der übrigen Persönlichkeitsentwicklung. Kinder entwickeln ihre Sprache im Zusammenwirken und Zusammensein mit anderen Menschen.
Wir geben den Kindern die Möglichkeit und den Raum, sich im Rahmen ihres eigenen sprachlichen Entwicklungsstandes auszudrücken. Ziel ist es, sich verständlich machen zu können, kommunizieren zu können, Informationen empfangen und geben zu können, sich selbstbewusst auszudrücken und anderen zuhören zu können.

In unserem Kindergartenalltag ergeben sich eine Fülle von Gesprächsanlässen und Erzählmöglichkeiten. Häufig nutzen wir Medien wie Reime, Geschichten, Bilderbücher, Sing- und Kreisspiele, Sprachspiele, Lieder und Gedichte, um Sprechanlässe anzubieten.

Lebenspraktische Kompetenzen

Lebenspraktisches Tun bietet den Kindern von klein auf Möglichkeiten zum Lernen. Der Wunsch, etwas alleine machen zu wollen, ist für alle Kinder ein besonderer Entwicklungsanreiz: Die Erfahrung, etwas aus eigenem Antrieb zu können, hebt das Selbstwertgefühl und unterstützt wiederum die Motivation, sich weitere Fertigkeiten anzueignen.

Hierzu zählen wir Tätigkeiten wie das Hände waschen, das An- und Ausziehen, aber auch das gemeinsame Einkaufen, Kochen, Essen, etc. Ein weiteres Erfahrungsfeld ist der kreative Bereich. Hier haben die Kinder viele Gelegenheiten, mit der Schere und den verschiedenen Materialien umzugehen und zunehmend entsprechende Kompetenzen zu erwerben.

Der überlegte Einsatz echter Werkzeuge und die Beteiligung bei anfallenden Tätigkeiten (fegen, Tisch abwischen, etc.) vermitteln den Kindern lebenspraktische Fertigkeiten. Wir erforschen zusammen mit den Kindern die nähere und weitere Umgebung, die verschiedenen Berufe und Lebenswelten der Erwachsenen und alle Institutionen, die uns auf dem Lernweg begegnen (Feuerwehr, Polizei, Museen, Bibliotheken u.v.m.).

Mathematisches Grundverständnis

Die Förderung mathematischer Grundfähigkeiten und –fertigkeiten ist mit der Förderung des sprachlichen Ausdrucksvermögens und des Sprachverständnisses verbunden. Die Kinder sollen Geschichten erzählen und selbst erfinden, neue Begriffe lernen, Lieder singen und Abzählverse sprechen.

Intensive Gefühle verstärken die Aufmerksamkeit beim Lernen. Informationen, die emotional bewertet werden, graben sich besonders tief ins Gedächtnis ein. Das Erlernen von Mathematik vollzieht sich unter anderem in konkreten Handlungen mit Materialien. Auf diese Weise wird Kindern die Mathematik als etwas wirklich Sinnvolles dargeboten.
Bei der Gestaltung mathematischer Angebote geht es darum, Erfahrungen mit der Umwelt durch Eigenbewegungen zu sammeln. Handlungsgebundene Begriffe wie Gleichgewicht, Schwung oder Fliehkraft erfahren Kinder durch balancieren, schaukeln oder werfen.
Die Aufteilung in verschiedene Spielbereiche gibt Kindern Orientierungssicherheit in Raum und Zeit. Sie hilft, sich auf Wesentliches zu konzentrieren. Es ist wichtig, den Kindern ausreichend Gelegenheit zu geben, die gewonnenen Erfahrungen im Spiel zu verinnerlichen.
Unser Kindergarten bietet den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum Erwerb mathematischer Grunderfahrungen. In unterschiedlichen Situationen und im Spiel werden die Kinder angeregt, Mengen zu erfassen und zu vergleichen, sowie Raum/Lage – Beziehungen zu erkennen und zu bezeichnen. Das Ordnen, Sortieren und Gruppieren von benutzten Spiel- und Arbeitsmaterialien gehört in unserer Einrichtung zum täglichen Erfahrungsfeld der Kinder.

Spielmaterial zur Förderung mathematischer Grunderfahrungen wird gezielt eingesetzt. Unser Materialangebot eröffnet den Kindern Möglichkeiten zum selbständigen Experimentieren mit Masse/Gewichten und Längen, Flächen und Rauminhalten. Das eigene Denken und Erkunden und die Freude am Experimentieren stehen dabei im Vordergrund.
Die Kinder lernen Themen aus der Physik und der Chemie kennen, z.B. durch verschiedene Experimente.

Auch in den Projektthemen der anderen Lernbereiche werden Elemente der mathematischen Grunderfahrungen immer wieder aufgegriffen und vertieft.

Ästhetische Bildung

Ästhetik umfasst alles sinnliche Wahrnehmen und Empfinden. Ganzheitliche Förderung findet im Sinne einer Einheit von Körper, Geist und Seele statt. Mit den Sinnesorganen nimmt das Kind Kontakt zu seiner Umwelt auf; ästhetische Erfahrungen bilden die Grundlage für den Aufbau kognitiver Strukturen.

Im Verlauf der Entwicklung findet das Kind Zugang zur Welt, mehr und mehr auch über Zeichen und Symbolsysteme (z.B. Sprache). Ästhetische Bildung bedient sich vieler Kommunikationsformen wie Musik, Tanz und bildnerisches Gestalten. Durch sie werden den Kindern Möglichkeiten eröffnet, ihr Bild von der Welt durch konkretes Tun zu konstruieren und ihre damit verbundenen Gefühle auszudrücken.
Neben dem ästhetischen Empfinden werden die Feinmotorik und Körperkoordination, die Nah- und Fernsinne sowie Ausdauer und Konzentration angeregt und gefördert.

Verschiedene Darstellungsformen und der Umgang mit unterschiedlichen Instrumenten, Geräten und Materialien werden kennen gelernt und helfen den Kindern beim Erkunden und Strukturieren ihrer Welt. Den eigenen Körper erprobt und erlernt das Kind als besonderes Ausdruckmittel in Musik, Tanz und Theater. Hier wird deutlich, dass bei ästhetischer Bildung immer mehrere Sinne und unterschiedliche Erfahrungsfelder angesprochen werden.

Natur und Lebenswelt

Die Begegnung mit der Natur im Umfeld des Kindergartens erweitert und bereichert den Erfahrungsschatz der Kinder. Durch Erkundungen des Stadtteiles mit Besuchen der örtlichen Einrichtungen, Gesprächen und Gestaltungsmöglichkeiten über das Leben in ihrer Umgebung (Verhalten im Straßenverkehr) wird die Selbständigkeit der Kinder gefördert. Exkursionen und Ausflüge in den Wald oder auf einen Bauernhof geben den Kindern die Möglichkeit, die Natur als Lebensraum für Pflanzen und Tiere kennen zu lernen und zu erforschen kennen kennen zu lernen und zu erforschen. Es bietet sich die Möglichkeit zum Sammeln, Beobachten und Betrachten.

kennen zu lernen und zu erforschen. Es bietet sich die Möglickeit zum Sammeln, Beobachten und Betrachten.
Kinder experimentieren mit Dingen ihrer Umgebung. Sie nehmen Einfluss auf konkretes Geschehen und versuchen, Wirkungszusammenhänge und Ursachen logisch zu analysieren und auch selber zu konstruieren (z.B. zum Thema Schwerkraft). Naturphänomene, wie die Elemente Licht, Luft, Wasser und Erde, werden u.a. durch kreative Gestaltung erfassbar. Das Element Wasser gilt als Quelle des Lebens – Wasser ist Anfang und Ende des Lebens.

In unserem Kindergarten werden Zeiträume und Jahreszeiten bewusst gestaltet. Themen wie Wachsen, Leben und Ernten werden ebenso wie Vergehen und Sterben in Projekten bearbeitet. Naturwissenschaftliche Phänomene und damit verbundene Kenntnisse werden vermittelt. Kinder des katholischen Kindergartens erfahren sich selber als Teil der Schöpfung, werden vertraut mit einer Haltung des Staunens und Dankens und lernen spielerisch, was der Auftrag Gottes an die Menschen bedeutet. Nämlich, mit der Schöpfung verantwortungsvoll umzugehen und sie zu bewahren.

Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz

Unser Kindergarten bietet den Raum und die Gelegenheit, christliche und kirchliche Traditionen durch Menschen kennen zu lernen, die darin zu Hause sind. Durch Menschen die beten, die wissen, warum wir Ostern feiern oder eine zur aktuellen Situation passende Geschichte in der Bibel finden können.

Schon von klein auf spüren Kinder Glück und Trauer, Geborgenheit und Verlassenheit, Vertrauen und Angst. Dies sind lebensnotwendige Erfahrungen, die von kleinen Kindern intensiv erlebt werden. Wir begleiten ihre Kinder bei diesen Erfahrungen. Ebenso nehmen wir die Aufgabe wahr, den Kindern dabei zu helfen, Wertmaßstäbe zu entwickeln und wir stellen unsere eigenen Wertvorstellungen als Orientierungspunkte zur Verfügung.

Inhalte aus der Bibel, wie die Zehn Gebote, bieten Wertorientierung und stecken den Rahmen verantwortlichen Handelns ab. Es geht um die Frage nach Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, um das also,, was Kinder ständig auszuloten versuchen: Was ist „gut“, was ist „böse“? Es geht um den Respekt anderen Menschen und Gott gegenüber.
Jedes Kind trifft in seinem Umfeld in der einen oder anderen Weise auf religiöse Themen, Rituale, Feste, Glaubensbekenntnisse und Überlieferungen. Kinder hören von religiösen Inhalten. Auch wenn sie keineswegs immer ihren Sinn verstehen, so passen sie diese ihrem Verstehen an.

Die religionspädagogischen Angebote in unserem Kindergarten bieten den Kindern die Möglichkeit zu erfahren, dass Gott etwas mit ihnen zu tun hat. Gott hat alle und alles lieb, was lebt. In der Bibel stehen Geschichten, die sie verstehen. Die Kinder erleben Rituale; diese geben Tagen und dem Jahreskreislauf einen verlässlichen Rahmen und Rhythmus, wie z.B. die kirchlichen Feiertage (Ostern, Weihnachten).

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